Wie sind Dartpfeile aufgebaut?

Wie sind Dartpfeile aufgebaut?

Der Aufbau der Dartpfeile und deren Unterschiede zwischen Steeldarts und Softdarts, sowie deren Anforderungen aus den Dart Turnier Regeln sind wichtig für das Verständis der Flugeigenschaften von Darts.

Die Entstehung des Dart Sports an sich geht weit in das 19. Jahrhundert zurück. Früher wurden Wurfspeere für Wettkämpfe genutzt, woraus sich der heutige Dart Sport entwickelte. Das erste Dart Set soll Anne Boylen Ihrem Mann Heinrich VIII gemacht haben, wodurch das Dart so beliebt in England wurde.

Üblicherweise wird Dart mit drei Darts, auch Pfeile oder Dartpfeile genannt, gespielt. Das interessante dabei ist, dass es nicht drei gleiche Dartpfeile sein müssen. Es ist dem Spieler selbst überlassen, welche Pfeile er nutzt. Im Profi Dart kennt man jedoch meistens Steel Darts. 

Auch kann man sagen, dass jeder Dartpfeil auf der einen Seite gleich aufgebaut ist in Spitze (Dartspitze), dem Barrel, dem Schaft (engl. Shaft) und einem Flight ,doch ist jeder Dartpfeil auch sehr unterschiedlich. So empfiehlt es sich, vor dem Kauf von Dartpfeilen einige Pfeile anzutesten, um den richtigen für den eigenen Wurfstil zu finden. Daher  lohnt es sich beim Kauf der ersten Dartpfeile ein Dart Fachgeschäft zu Rate zu ziehen.

Aufbau

Tip oder Point (Dartspitzen)

Die zwei grundlegenden Unterschiede bei den Tips bzw. Points bestehen in dem Material. Softdarts haben Soft-Tips aus Kunststoff, bei den Steeldarts sind es die Steel-Tips aus Stahl. Ebenfalls unterscheiden sich bei Steelpoints und Softpoints die Bauformen. Es gibt bei beiden Modellen unterschiedliche Längen und Arten, die je nach Dart Spieler individuell auf die Wurftechnik angepasst werden sollen. Es ist auch möglich auf Softdarts Steelpoints zu schrauben, diese Tips heißen dann "Conversion Points". Als Grundregel bei Steeldarts gilt, dass die Steelpoints eher abgerundet statt spitz sein sollten, um besser im Dartboard zu halten und auch die Dartscheibe nicht allzu schnell zu verschleißen.

Barrel (Griffbarrel)

Beim Dartpfeil Griff bzw. Barrel unterscheidet man drei grundlegende Arten:

  • Brass (Messing)
  • Tungsten (Wolfram)
  • Nickel

Bei Tungsten (Wolfram) Barrels wird der Wolfram Anteil prozentual (65%,70%,80%,90%,95%) angegeben, je höher dieser Anteil desto dünner kann der Dartpfeil an sich gebaut werden, bei gleichem Gewicht, was es ermöglicht noch präziser in engen Abständen zu werfen. Des Weiteren gibt es auch Barrels in verschiedenen Bauformen und Arten, die auch das Gewicht beeinflussen. Zudem gibt es Erweiterungen wie Powerpoint und Hammerhead, die Abpraller (Bouncer genannt) durch bewegliche Spitzen verhindern sollen. Ein weiterer besonderer Typ der Barrels sind sogenannte M3 Barrels, bei denen die Gewinde aussen liegen, was es ermöglicht den Dart noch dünner bei gleichen Gewicht zu entwickeln. Für alle Sonderausführungen des Griffes sind auch Sonderspitzen und Shaft nötig.

O-Ring (Gummiring)

Der O Ring ist ein kleiner Gummiring der zwischen Barrel und Shaft (Aluminium- oder Carbon Shaft) gesetzt wird, um zu verhindern, dass sich der Shaft beim Wurf lockert und somit das Flugverhalten des Dartpfeiles negativ beeinflusst. Bei einem Shaft aus Nylon erübrigt sich dieser Gummiring, da sich dieser Shaft in der Regel nicht löst. Früher gab es noch eine Art Schraubensicherungsmittel (Loctite), was aber komplett vom Dart Markt verschwunden ist.

Shaft

Der Shaft ist ein sehr wichtiges Bauteil vom Dartpfeil, den es in sehr vielen Variationen gibt. Dom Shaft Material her sind die meist verbreiteten Nylon-Shaft, Aluminium-Shaft und Carbon-Shaft. Die Länge des Shaft ist dabei genauso wichtig für den korrekten Dartwurf. Ein längerer Shaft verlagert das Gewichtes des Dartpfeil nach hinten, wodurch er leicht nach unten hängt. Somit ist es möglich mehrere Darts übereinander zu werfen. Das ist eine interessante Dart Technik. Aus diesem Grund gibt es den Shaft in folgenden üblichen Bauformen:

  • Mini (Thumbnail)
  • X-Short
  • Short
  • Medium
  • Long

Collar (Shaftkrone, Shaftring)

Collar bzw. Shaftring benutzt man eingentlich nur beim Nylon-Shaft. Die Collar Funktion ist dabei ganz simpel, er soll das Shaft Ende so zusammenhalten, dass der Flight seine Position nicht verändert bzw. verloren geht. Shaftring bzw. Federring wird dabei am häufigsten verwendet, da er den Shaft auch bei stärkeren Aufpralls eines nachfolgenden Darts in die ursprüngliche Form wieder bringt.

Flight

Flights werden in der Regel aus Polyester oder Nylon gefertigt, doch ist die Form sehr entscheidend. Die Standard Flights werden vond en meisten Dart Spielern eingesetzt, wobei die Flächenangaben des Flights nicht unbedingt immer heißen, dass größere Flächen mehr Auftrieb bei dem kurzen Flug eines Dartpfeils bedeuten, wie man an Kite Flights und Slim Flights sieht. Wichtig ist dabei auch, je fester / dicker ein Flight ist desto besser wird seine Flugbahn. Der Dart kommt also nicht so schnell ins Trudeln, was ein korrektes Zielen fast unmöglich machen würde. Zudem ist die Lebensdauer von solchen Flights viel höher.

Somit lässt sich auch einfach die Qualität eines Flight erkennen und der höhere Preis erklären. Man sollte niemals bei den Flights zu sparen. Als Extra gibt es noch Soft Flights, die aber nur mit einem Nylon Shaft zu empfehlen sind, da der Aluminium Shaft schnell den Flight beschädigen würde. In der Regel sollte man einen Flight mit zu viel Knicken, Kerben oder gar Rissen schnell auswechslen.

Protector (Fly Protector )

Wie der Name schon sagt soll der Protector Schutz bieten, Schutz vor nachfolgenden Darts. Sobald man immer näher die Darts werfen kann kommt es oft vor, das Flight aber auch gern der Alumium Shaft Schaden nimmt und somit sich das Flugverhalten des Darts negativ verändert. Ein weiterer Vorteil eines solchen Protector ist, dass er den Flight dauerhaft spreizt und somit immer die volle Fläche nutzbar ist. Den Protector gibt es aus Nylon und Alu.

Maße

Der Grundaufbau der Sofdarts und Steeldarts ist gleich, doch gibt es weitere Vorgaben der Maße, welche die Darts unterscheiden und laut Dart Reglement eingehalten werden müssen.

Softdart     Steeldart  
Gewicht: 18,5 g   Gewicht: 50 g
Länge: 16, 8 cm   Länge: 16,5 cm

 

Dabei empfiehlt es sich für Dart Anfänger eher schwere Darts zu nutzen. Die meisten Steeldart Spieler bevorzugen Darts mit einem Gewicht zwischen 22g und 24g. Im Softdart Bereich werden meist 16g Darts gespielt.

Fragen & Antworten

Welche Dartpfeile für Anfänger?

Noch unerfahrene Dartspieler sollten immer auf schwerere und nicht allzu dünne Dartpfeile setzen. Der Grund dafür ist einfach, denn je schwerer ein Dartpfeil, desto einfacher lässt er sich erstmal werfen. Mit der Übung und Erfahrung kann man dann auf leichtere und dünnere Dartpfeile wechseln. Je nach Wurftechnik des Spielers. Wie man Dart spielen lernen kann erfahrt Ihr hier.

Was muss ich beim Kauf von Dartpfeilen beachten?

Die erste Grundregel ist, dass ihr nicht von Anfang an Marken Dartpfeile, wie die von "Phil Taylor", "Gary Anderson" oder "Michael van Gerwen" kaufen müsst. Anders herum solltet ihr aber auch nicht die Dartpfeile, die bei Eurer Dartscheibe dabei waren nutzen, denn die haben nichts mit normalen Darts zu tun.

Die beste Empfehlung ist, dass Ihr Eure ersten Dartpfeile im Fachgeschäft kauft, denn ihr könnt dort mit sehr vielen Modellen Probewürfe durchführen.

Der Preis sagt auch oftmals nichts darüber aus, ob die Dartpfeile zu Eurer Wurftechnik passen. Also nehmt nicht einfach die teuersten.
Habt Ihr die Dartpfeile gefunden, die zu euch passen, dann kann man auch einfach alle Dartpfeile und das Zubehör online bestellen.

Warum sind Softdarts soviel leichter als Steeldarts?

Das ein Softdart die 18g nicht überschreitet hat einen ganz einfachen Grund. Die Darts sollen den Dart Automaten, also die elektronische Dartscheibe nicht beschädigen. Aus diesem Grund die Kunststoff Spitzen und das leichtere Gewicht.

Welche Dartpfeile empfehlen sich für eine elektronische Dartscheibe?

Es gibt nicht die einen Dartpfeile, die man für eine elektronische Dartscheibe nutzen sollte. Wichtig ist, dass der Dartpfeil zu der Wurftechnik des Spielers passt. Jedoch sollte man bei den Dartspitzen drauf achten, dass diese das Board nicht kaputt machen. Bei den unterschiedlichen Dartspitzen sollte man daher auf die Eigenschaften achten, wie beispielsweise eine Federung, Härtegrad oder Länge.